
„Ansichtssache“ versammelt analoge Fotografien, die den Blick auf das scheinbar Nebensächliche, das Alltägliche und oft Übersehene richten. Die Arbeiten laden dazu ein, innezuhalten und jene Momente wahrzunehmen, die im Fluss des Gewöhnlichen meist unbeachtet bleiben.
Im Zentrum steht die analoge Fotografie als bewusst gewähltes Medium: Licht, Zeit und die physische Materialität des Films prägen die Bilder ebenso wie der Prozess des Wartens, des Entwickelns und des bewussten Sehens. Die Fotografien entstehen im Spannungsfeld zwischen Zufall und Entscheidung – zwischen dem unvorhersehbaren Moment und dem gezielten Auslösen, zwischen Kontrolle und Offenheit gegenüber dem, was sich zeigt.
„Ansichtssache“ thematisiert Wahrnehmung als etwas Subjektives. Was sichtbar wird, ist nicht eindeutig festgelegt, sondern eröffnet Raum für individuelle Deutungen. Jede Betrachtung bringt eine eigene Erfahrung mit sich, jede Perspektive verändert den Blick auf das Gezeigte. So wird die Ausstellung zu einer Einladung, den eigenen Sehgewohnheiten nachzuspüren und das Vertraute neu zu entdecken.


